image001
entwürfe
 

Vorwort Schlüssel oder das Schlüsselwort zu meinem Büchlein

  • Ein Schlüssel ist ein Werkzeug zum Öffnen eines Schlosses, beispielsweise eines Türschlosses. Er wird dazu in ein Schlüsselloch eingeführt und umgedreht. Die Benutzung von Schlüsseln ist eine alte und heute noch sehr oft genutzte Methode des Einbruchschutzes und der Zutrittskontrolle.
  •  
  • Fast jeder Mensch besitzt einen Schlüssel
  • Vergisst man den Schlüssel, steht man vor der Tür
  • Ohne Schlüssel kann man erfrieren
  • Es gibt auch Schlüssel, die brechen einfach ab
  • Dann wieder welche, die sich im vereisten Schloss nicht drehen lassen
  • Schlüssel haben im Leben vieler Menschen eine Wichtigkeit, die kaum einer merkt
  • Sie sind bedeutender als man glaubt
  • Das merkt man erst, wenn man ihn in allen Taschen sucht und ihn nicht findet
  • Nehmen wir den Tresorschlüssel oder den Autoschlüssel oder den vergessenen Schlüssel dieser beiden – ohne sie kann man ganz schön aufgeschmissen sein

Vergessener Schlüssel legt Berliner S-Bahn lahm

Sonntag, 20. Dezember 2009 20:19 Berliner Morgenpost

 

Die Pannenserie bei der Berliner S-Bahn reißt nicht ab. So war am Sonnabend der Verkehr auf der Linie S2 zwischen Lichtenrade und Blankenfelde für mehrere Stunden unterbrochen. Als Ursache nannte ein Sprecher eine "technische Störung". Doch Schuld war ein vergessener Schlüssel.
Fingerprint Sicherheits-Zugangssystem FP260
Vergessene Schlüssel gehören jetzt der Vergangenheit an. Ihr Fingerabdruck verschafft Ihnen mit dem neuen System FP260 den Zugang zu Ihrem Eigenheim. Ihre nahezu einzigartigen Fingerabdruck-Informationen werden verschlüsselt, in einer separaten Auswerte-Einheit gespeichert und gewährleisten eine hohe Sicherheit gegen unbefugten Zutritt. Bis zu 25 Benutzer können direkt am Gerät "eingelernt" und somit freigeschaltet werden. Die LED-Beleuchtung der Leseeinheit erleichtert Ihnen die Orientierung im Dunkeln und unterstützt Sie, während des Einlernvorgangs, durch verschiedene LED-Blinksignale. Der Einbau der Leseeinheit kann in jede vorhandene 55 mm Schalterdose mit 41 mm Tiefe erfolgen. Die Auswerteeinheit benötigt eine 55 mm Abzweigschalterdose mit einer Tiefe von 61 mm. Die Einheiten können auch Aufputz montiert werden, ein entsprechender Montage-Adapterring für die Leseeinheit liegt bei. Als Versorgung reicht ein handelsüblicher, in jeder Installation bereits vorhandener Klingeltrafo aus.
Auch für Gartentore, Alarmanlagen, Rollosteuerungen, Lichtsteuerung, u.v.m.

  •  
  • Oder den Kellerschlüssel – ohne Kellerschlüssel kein Fahrrad, kein Wein, kein Lagerraumzugang
  • Wie oft habe ich als Kind mein Sparschweinschlüssel gesucht
  • Nicht nur fürs Sparschwein sucht man oft Schlüssel
  • Usw.usw., es gibt endlose Bespiele…Schlüssel fallen nicht besonders auf und dennoch haben sie was Besonderes.
  • Garagenschlüssel
  • Geheimnisvolle Schlüssel
  • Torschlüssel
  • Schlüssel zum Glück

 

  • Und zu guter Letzt, die absurden grotesken abwegigen aberwitzigen blödsinnigen komischen hirnverbrannten sinnlosen unvernünftigen kurzsichtigen beschränkten spaßhaften drolligen possenhaften Schlüssel drolligen… geistlosen
  • Für mich war der Schlüssel immer ein unscheinbares, aber dennoch vieldeutiges Ding. Sie sind unauffällig, liegen unbemerkt rum, wenn man sie nicht benutzt. Sie sind unaufdringlich, letztlich unscheinbar – jeder trägt sie irgendwo bei sich, und dennoch sind sie sehr wichtig und können sehr  bedeutungsvoll sein.

Alleine ist ein Schlüssel nichts. Schlüssel ohne Schloss sind stille, lautlose, tonlose Gebrauchsgegenstände –schweigsame kleine Utensilien, die erst erwachen, wenn man sie in Bezug mit einem anderen Objekt bringt; dann werden sie aktiviert und damit belebt, gewinnen dadurch an Bedeutung, Wichtigkeit, Nützlichkeit und Wert.

26. August 2006

 

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.wiedenmeier.ch/wordpress/wp-content/uploads/2006/08/schluessel5.jpg&imgrefurl=http://www.wiedenmeier.ch/wordpress/2006/08/schluessel-und-schloesser/&usg=___IL7w2j5u-Qb3zeqNS62doZs-JA=&h=500&w=500&sz=51&hl=de&start=32&um=1&tbnid=bi8bb8_D7kFVwM:&tbnh=130&tbnw=130&prev=/images%3Fq%3Dschl%25C3%25BCssel%26ndsp%3D18%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26sa%3DN%26start%3D18%26um%3D1

:::Schluessel und Schloesser:::

Geschrieben von R.Wiedenmeier in allgemein
Schlüssel und Schlösser(Türschlösser) Unser Bedürfnis nach Sicherheit bringt schon seit Jahrhuderten immer wieder neue Erfindungen, wie man etwas einschliessen,abschliessen oder verschliessen kann. Schon die Römer hatten erste mechanische Schlösser entwickelt, um Türen zu verschliessen und damit ungebetenen Gästen den Zutritt zu verwehren.
In unseren Zeiten wird alles abgeschlossen und verriegelt. Es muss also demzufolge ein unglaubliches Misstrauen gegnüber dem Nächsten herrschen. Ein Mensch, welcher einen grossen Schlüssekbund in der Jacken-oder Hosentasche mit sich herumträgt und auffällig damit klimpern kann, ist ein angesehener und mächtiger Mensch. Natürlich muss dieses Bild etwas korrigiert werden, denn der heutige Schlüssel besteht ja vorwiegend aus Plastikkarten. Demzufolge muss ein Mensch mit einer grossen Sammlung an Plastikkarten, die er mit sich herumträgt, besonders mächtig und angesehen sein.
Aber auch Privatpersonen schliessen vieles ab. Das Auto,das Haus, das Fahrrad usw. Es geht also um Besitz. Jeder möchte seinen Besitz vor Fremden (Neidern?), schützen. Jeder hat Angst davor, dass bei ihm eingebrochen wird. Das freut natürlich die Sicherheitsindustrie. Sie kann Rekordergebnis nach Rekordergebnis liefern. Ich finde, dass das auch eine grosse Schattenseite hat. Wenn ich Zuhause bin und die Tür abschliesse, so schliesse ich mich ja wie in einem Kerker ein.
Nun gut, ein Schlüssel schafft also Zutritt zu mehr Macht und Wissen. Natürlich schafft jeder Schlüssel oder in unserem Zeitalter auch Code genannt immer einen neuen Zugriff. Das Handy ist mit einem vierstelligen PIN-Code ausgestattet, welcher nur dem rechtmässigen Benutzer Zugriff gestattet. Jede grössere Internetsite ist Passwortgeschützt und mann muss einen Beitrag bezahlen, damit man den Schlüssel(Code) für den Zutritt bekommt.
In der Politik(und Religion) ist es ähnlich. Um an gewisse Informationen zu gelangen braucht es eine gewisse Position,um den Zugangsschlüssel zu bekommen.
Im Moment fällt mir nur ein Schlüssel ein, welcher gewissermassen metaphorisch ist. Der Schlüssel zum Herzen. Er ist nicht käuflich und schafft doch Zutritt zum schönsten Gebäude. Dem der Liebe.

 

U.P. 30.10.2009

U.P. war dick wie eine 60 jährige Eiche, deren Jahresringe sich in Fett verwandelt hatten.

Sein Schädel – ein Rugbyball. Darauf eine Haartracht, wie ein durch Wind und Wetter zerpflückter Heuhaufen. Die beiden Seiten seiner Tapirgroßen Nase, die sich wie eine Luftwurzel schräg hängend aus seiner Visage schälte, waren gespickt mit zwei eng stehenden kleinen  funkelnden Augen, die aus Höhlen schauten, wie kleine böse ominöse Wesen. Das übrige Gesicht, bestehend aus unbeschnittenen Buchsbaumähnlichen  Schnauzbart, darunter Schlund und Doppelkinn gaben dem Kopf den Anblick von Kraut und Rüben, eine Anarchie der Natur - man möchte meinen, die ganze Visage wäre ständig bereit, drauf und dreingeschlagen zu werden, damit alles wieder ins rechte Lot kommt.
Ja, er war eine Eiche, deren Jahresringe sich nicht nur zu Fett verwandelt hatten, sondern die überdies noch zu Jähzorn neigte; eine jähzornige Eiche, die nicht mit Eicheln wirft, sondern ab und an blitzartig Weinflaschen durch die Gegend sausen lässt. Und wenn die Eiche damit nicht einen Kopf deformierte, dann war es eine Wand, die mit einer tiefen Narbe daran glauben musste. Wenn nicht Flaschen flogen, dann wurden eben Biergläser in die Gesichter der Kollegen geleert. Das letzte Glas bei einem Bauleitungs-Grillfest, weil eine Person behauptet hatte, er wäre ein kläglicher Grillmeister, denn einige waren kurz vor der Alkoholvergiftung, bevor seine erste Wurst kam.
U.P. war ein fanatischer Pedant in Sachen Unwichtigkeiten. Er füllte seine Innenwelt mit Belanglosigkeiten,  Kleinkram, Kinkerlitzchen, Pappenstielen, mit Quarks.
Sein Tatendrang für Nebensächlichkeiten wuchs wie Unkraut in einem verlassenen Garten, und wuchs, und vervielfältigte sich, je irrelevanter die Banalität sich durch ihn entwickelte.
Aus Brimborien machte er Vorhaben, aus Bagatellen Projekte, aus Projekten Unansehnlichkeiten  – er kümmerte sich um überlaufende Dachrinnen, verstopfte Regenfallrohre, und das nach Feierabend, da kroch er in der Abenddämmerung im Regenguss wie eine Nacktschnecke (er war nur mit einem Handtuch bekleidet, dass wie ein Lendenschurz unter seinen Jahresringen bammelte), da kroch er wie eine Nacktschnecke übers glitschige Dach der Bauleitung, schaute als giererfüllter Spanner in die verstopften Rinnen und ergötzte sich an allerlei Unrat und Bodensatz, bevor er zu stochern anfing. Er versah Müllcontainer mit Ketten und Schlössern gegen böse Anwohner, welche angeblich des nachts ihren Klumpatsch darin verschwinden ließen; er sorgte sich um Abortverhältnisse – es klebte mal drei Tage ein Schamhaar am PP-Beckenrand, deswegen er tagelang fiebrig durch die Bauleitung lief, um Bericht zu erstatten, wie arbeitsscheu doch die Reinigungskraft ist; er plagte sich um verwaiste Kühlschränke, aus denen er alte abgelaufene Milchpackungen hervorzerrte, welche er als Gammelbeweis aufschnitt, um den Inhalt wie einen Wabbelpudding seinen Kollegen - den Tätern, auf einem Teller zu präsentieren.

Dann wieder zigeunerte er durch die Büroräume von Kaffeemaschine zu Kaffeemaschine und entriss ihnen die vollen, schwarzgesättigten, feuchten Filtertüten; dabei brabbelte er von Kompostierung – seinen privaten Komposthaufen. Wo war der bloß? Man hätte denken können in seinem Büroraum, so wie der aussah. Aber da würde er nicht mehr hineinpassen. Denn nach seiner Sammelsucht hätte er einen Komposthaufen in Höhe des halben Teufelbergs haben müssen.

Und einmal kauerte er bei seinem Gammelbeweishobby wieder einmal vorm Kühlschrank. Ja, er kniete wie zum Gebet auf dem harten Fliesenboden der Küche, riss die Kühlschranktür auf, um weitere verdorbene Schätze von den Kollegen zu erhaschen und freizulegen. Dabei wurde er von seiner Kniescheibe sorgfältig abgestraft. Oder war es sein Meniskus der auf der harten Steinzeugfliese zerbrach und in tausend Stücke zerbröselte?
Egal, von da an hüpfte er auf zwei Krücken, mit um den Hals gehängter Stofftasche, in der später neben seiner obligatorischen Aldi-Plasteelaste Bierflache noch unbearbeitete Rechnungen oder Zahlungserinnerungen wurzelten.
Wie ein neu erfundenes Wesen oder seltsames Fabelwesen, welches das Aussehen einer Nashornvogelscheuche auf zwei Besenstielen hergab, hüpfte er schwerfällig in die Büros der Kollegen um sie mit neuen Geschichten über Menisken zu füllen.
Das Fabelwesen mit Stoffbeutel, das auf Krücken durch die Bauleitung humpelte und das zum Gramgebeugten, zum Halbwilden wurde,  hatte von nun an das anerkannte Privileg der offiziellen Arbeitsniederlegung.

Dass er rund um die Uhr mit Nichtigkeiten beschäftigt war, konnte nicht davon ablenken, dass er doch ein fauler Hund war. Ein fauler Hund nicht nur bezüglich seiner eigentlichen Arbeit.  Manch einer meinte, dass U.P. so faul ist, dass, würden Insekten und allerlei Kleingetier in seinem Gesicht herumspazieren oder herumlungern, U.P. sie sich aus Faulheit nicht abschütteln würde.

Solange U.P. nicht seinen Mund öffnete, konnte man ihn gerade noch ertragen. Aber wenn er ihn öffnete wurde es unerträglich: da waren seine Reden, seine Vorträge, seine Geschichten, Ergüsse, Redeschwalle wie grenzenlose Flächen ausgedehnter trockener Wüsten, wie verdorrte Steppen ohne Wasser, ohne Leben, ohne Mauern, Zäune, ohne Horizontlinie - ohne Ende. Er machte aus der kleinsten Geschichte eine unendliche Geschichte.
Seine Geschichten waren öd wie die Rollbahnen unbenutzter Flughäfen, einfallslos wie Castingshows, langweilig wie die Bekanntgabe von Abmessungen der Kieselsteine an Badestränden, nervig wie eine volle Blase im Autostau, einschläfernd wie das Motorengeräusch eines weit entfernten Schleppers auf dem Meer, der gerade untergeht, belanglos wie die Nähte umgefallener Reissäcke und inhaltlos wie leere Sirupgläser.
U.P. der König, nein der Kaiser der Redner, der Redekünstler, der Referent, der Wortführer, der Geschichtenerzähler, Geschichten, grau und gehaltlos wie Staub und Asche eines ausgebrannten Schornsteinschachtes und bedeutungslos wie ein Regal voller Mehl- und Salzpackungen. Er spannte den Bogen der Geschichten oft so weit, dass der Bogen sich in ein endloses Band verwandelte, das quer durch die Wüste von einem Kontinent zum anderen spann.
Dann verfing er sich in Nebenschauplätzen seiner verschachtelten Schilderungen wie eine Spinne, welche statt des Lauffadens, den Fangfaden zum Krabbeln benutzt hatte. Dann wieder  verirrte er sich radebrechend in seinem Verschachtelungslabyrinth, aus dem er nur heraus kam, indem er fein säuberlich die Nebenschauplätze, welche wie nicht passende Puzzelteile, auseinander dividierte und die restlichen passenden Teile wieder zu einem Ganzen zusammen fügte, um die graue Fläche einem erneut vor die Füße zu werfen.


Seine Redesalven waren wie ein Steinschlag, der auf einen niederprasselte – wobei beim Aufschlagen die großen Brocken in sich zerbrachen und immer wieder teilten, so oft teilten wie die Spaltung von Atomen, aber dennoch den Zuhörer nie erreichten, wo man auch saß.
Redesalven ohne Luft zu holen – wann atmet dieser Mensch eigentlich? Vielleicht ist er ein verkappter Delphin. Die lange Nase spricht dafür, aber die kleinen bösen Augen? Delphin mit bösen Augen? Nicht vorstellbar. Vielleicht ist er Atmungskünstler, ein Artist – oder atmet er durch die Ohren beim Sprechen? Hat er vielleicht versteckte Kiemen in den Ohrlöchern?
Schnell wurde er zu einer Zikade, der normalerweise keiner zuhört, aber wenn man ihr bewusst wird, nervt sie ungemein.
Seine Stimme hätte man nur geräuschlos, unhörbar machen können – nicht indem man ihm das Maul zunähen würde, nein, sondern indem man ihm die Stimmbänder friedfertig durchtrennen, einfach kappen würde.
U.P. brauchte Zuhörer. Für diesem Zweck schenkte man ihm mal zum Jouleklapp eine Puppe, an deren Hals ein Schildchen bammelte auf dem stand: „sprich mit mir“.

 

…und jeder versuchte U.P. zu entkommen – aber wie ? Jedes Zimmer hätte für U.P. eine Falltür im Boden haben müssen oder einen versteckten Notausgang – man wollte sich ja nicht als Opfer aus dem Fenster stürzen – oder eine in sich drehende Wand, hinter der man entschlüpfen konnte.
Er fand seine eigenen Erzählungen, seine Wolkenkuckucksheime so hinreißend, dass er sie sogar den Leuten bis zur Kloschüssel hinterher trug. Dann stand er vor verschlossener Klokabine und textete einen so zu, dass man sich kaum wagte ein Geräusch  von sich zu geben, geschweige sich zu entblähen – das wäre ja wohl ungalant – obwohl diese Grobschlächtigkeit die einzig wahre Antwort auf  U. Ps befremdliche Vorlesung gewesen wäre.
Ein Elektromonteur der Firma RTS, welcher ernsthaft glaubte, sich vor U.P. auf dem Klo zu retten, sich mittels Kabine von U.P. abzuschirmen, äußerte mal gemeinverständlich: „den kannste voll pupen – der hört nicht auf – kannst nur froh sein, dass er dir nicht den Riegel von der Klotür abschraubt und dich mit Klosteinen bewirft.
U.Ps Stimmbänder wurden nur lautlos, wenn er am PP-Becken sein Geschäft verrichtete: das heißt, da sprach er nicht und hörte was andere zu sagen hatten. Diese Situation nutzte sein Chef W.S., indem er U.P. beim Urinieren mitteilte, dass U.P. die Bauleitung verlassen muss, dass er versetzt wird, was U.P. stehenden Fußes die Stimme wiedergab und mit noch aufgesperrtem Hosenstall dem Chef, welcher den Raum fluchtartig verlassen wollte, mit lautstarkem  Gebrüll hinterher humpelte wie ein dreibeiniger Köter.

Neben seiner Sprechsucht war U.P. über die Maßen hilfsbereit. Bedankte man sich über seine kniefällige Hilfsbereitschaft oder lobte ihn gar, so hatte man ihn an der Backe. Es war für  U.P. wie ein Ritterschlag, ja als hätte man ihm zum Ritter geschlagen. Dann nahm er einen auf seinem Pferd mit und galoppierte durch die Bauleitung mit schwingendem Schwert und viel Geklirr. Dann kämpfte er für einen wie ein Besessener, überhäufte einen mit Geschenken – oder waren es Aldi-Prospekte und Plastikbierflaschen oder gar harte Wurst in kleine Scheibchen geschnitten? Egal, er ritt dann allmorgendlich als erster in das Zimmer seines Lobers und offenbarte ihm seine ritterlichen Heldentaten, welche bestanden aus verklemmten Türen, die er in Ordnung gebracht hatte, Firmen, die er zur Schnecke gemacht hatte, Rechnungen, welche er gegen Null zusammengestrichen hatte sowie taufrischen Sonderangeboten von Aldi und Lidl, welche man sich auf keinem Fall entgehen lassen dürfe.
Einige hatten bereits ihre kleinen Tricks, um ihn sich vom Hals zu halten:
einer griff rasch zum Telefonhörer - wenn er seine Schritte nahen hörte, um in die leere Leitung zu plappern und eskortierte U.P. damit schon mal ins Nachbarzimmer, damit er seine Sprechblasen beim Kollegen abliefern konnte.
Einer flüchtete aufs Klo – was jedoch nicht immer half.
Ein anderer behauptete, er habe bei seinem Auto Licht brennen lassen und müsse schnell zu seinem Auto. Auch das zog nicht auf Dauer.
Wieder ein anderer hielt sich den Bauch, rannte aus dem Zimmer und faselte was von stinkendem Dünnpfiff. Das konnte schon abschrecken.
Aber jeder Scheingrund konnte nur Einzelgastspiele von U.P. abhalten.

Mathis hatte sich einer besseren Idee bedient: er beleidigte U.P. in nur einem Satz. Er sagte kurz und bündig:“ jetzt weiß ich warum du nicht zu deiner eigentlichen Arbeit kommst – weil du allen die Taschen voll quatscht.“ Sofort machte U.P eine Kehrtwendung und zog eingeschnappt ab.
Diese aufrichtige Feststellung, war  eher eine schwache Beleidigung. Das merkte man daran, dass U.P. schon nach einer Woche wieder im Zimmer stand, als wäre nichts geschehen.
Dann sagte Mathis was vom faulen Hund. Danach wurde Mathis erst nach zwei Wochen von  U.P. wieder besucht- er brachte sogar eine Flache Bier mit.
Mathis schloss daraus: je stärker die Beleidigung war, desto länger ließ U.P. von einem ab.
Mathis machte ein Experiment: er ersann Beleidigungen unterschiedlicher Abstufungen – von einfach böse- über niederträchtige- und demütigende- bis hinauf in die niederschmetternde Beleidigung.
Später schloss man Wetten ab, wie stark eine Beleidigung sein muss, um von U.P. möglichst lange befreit zu sein. Aus den Wetten entstanden Diagramme, aus denen man das Verhältnis Beleidigung und Zeit ablesen konnte.
Wie eine Definition in der Physik: Arbeit = Kraft mal Weg (W = F.s), so war in diesem Diagramm die Definition – Zeit = Satz mal Herabwürdigungsstärke (Z = S.H) zu lesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

1.Korrektur Freitag 16.05.2008 (Texte in Klammern event. weg)

Zügelpinguin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche


Zügelpinguin


Zügelpinguin (Pygoscelis antarctica)

Systematik

Klasse:

Vögel (Aves)

Ordnung:

Pinguine (Sphenisciformes)

Familie:

Pinguine (Spheniscidae)

Gattung:

Langschwanzpinguine (Pygoscelis)

Art:

Zügelpinguin

Wissenschaftlicher Name

Pygoscelis antarctica

Forster, 1781

Der Zügel- oder Kehlstreifpinguin (Pygoscelis antarctica) lebt vor allem im Westen und Norden der antarktischen Halbinsel, außerdem auch noch an der antarktischen Küste und auf wenigen Inseln im Südatlantik, den subantarktischen Inseln. Er gehört zur Gattung der Langschwanzpinguine (Pygoscelis) und ist mit dem Adéliepinguin (P. adeliae) sowie dem Eselspinguin (P. papua) verwandt. Der Bestand wird auf 7.500.000 Brutpaare geschätzt, wovon allein 5.000.000 auf den Südlichen Sandwichinseln leben.

Inhaltsverzeichnis

[Verbergen]

// if (window.showTocToggle) { var tocShowText = "Anzeigen"; var tocHideText = "Verbergen"; showTocToggle(); } // Aussehen [Bearbeiten]

Der Bauch, der Hals und das Gesicht dieser Pinguine sind weiß, der Rücken und die Oberseite des Kopfes sind schwarz gefärbt. Ein Streifen am Hals lässt ihn so aussehen, als trüge er einen Helm. Deshalb wird er von den Russen auch „Polizist“ genannt. Das mittlere Gewicht dieser Pinguine liegt bei etwa 4 kg. Er ist mit ca. 50 cm der kleinste Pinguin seiner Gattung.

Nahrung [Bearbeiten]

Die Hauptnahrung der Zügelpinguine bildet der Krill und einige kleinere Fischarten. Bei der Nahrungssuche tauchen die Tiere auf Tiefen bis zu 250 Meter. Dabei können sie etwa zwanzig Minuten unter Wasser bleiben ohne zu atmen. Beim Auftauchen kommen Zügelpinguine blitzartig aus dem Wasser geschossen und vollführen dabei Sprünge von bis zu zwei Metern Höhe.

Brutverhalten [Bearbeiten]

Jungtiere mit erwachsenem Zügelpinguin

Jungtiere mit erwachsenem Zügelpinguin
Die meiste Zeit außerhalb der Brutzeit verbringt der Zügelpinguin auf dem Meer. Zur Brutzeit selbst, die etwa im Monat April beginnt, bilden sich große Kolonien von mehreren Tausend Individuen. Das Gelege umfasst im Allgemeinen zwei Eier. Zuerst brütet das Männchen, während das Weibchen zur Nahrungssuche in See sticht. Die Partner wechseln sich dann über Zeiträume von fünf bis zehn Tage bei der Bewachung der Brut ab. Das brütende Elternteil verhindert den Kontakt der Eier zum Boden und ernährt sich nicht. Neugeborene Jungtiere haben ein graues, plüschiges Federkleid. In den ersten 20 bis 30 Tagen bleiben die Jungen im Nest, dann ziehen sie in eine Art Krippe um. Das heißt, in eine Ansammlung von Pinguinküken unter der Bewachung von einem oder zwei Erwachsenen. Diese müssen nicht unbedingt die eigenen Eltern sein. Etwa im Alter von zwei Monaten mausern sich die Jungtiere und erwerben ihre erwachsenen Federn. Dann beginnen sie auch mit dem Schwimmen und müssen sich allein ernähren.
Es kommt oft zu Konkurrenz um die spärlichen Brutplätze, vor allem mit den Adéliepinguinen, da diese ebenfalls im Verbreitungsgebiet der Zügelpinguine brüten. Beliebtes Streitobjekt sind die kleinen Steine zum Nestbau.

Weblinks [Bearbeiten]

Commons

0.Korrektur
4. Buch – zwei Geschichten von Ralph Billmann
mit Marie und Jakka und (Anna Apfelkern)

 

Marie und Jakka

Seite 1 – Schmutztitel/Leerseite

 

Seite 2 – Leerseite

 

Seite 3 – Titel des Buches
         Ralph Billmann
zwei Geschichten mit Marie und Jakka
und Anna Apfelkern

 

Seite 4 – Herstellerdaten, ISBN usw.

 

Seite 5 – Titelseite: Marie und Jakka

 

Seite 6
Hoch oben auf dem Berg stand ein Haus mit einem grünen Dach. Darin wohnten Marie und ihr Freund Jakka, der Pinguin. Auf der Südseite des Berges war eine bunte Blumenwiese. Auf der Nordseite gab es unendlich viele verschiedene Steine: rote, schwarze, blaue, grüne, große, kleine und eckige. Jakka sagte immer: „Die einzigen Steine, die wir hier nicht haben, sind runde Steine. Ich glaub’, die gibt es nur am Meer.“ Eines Tages fand Marie einen sehr ungewöhnlichen Stein. Er sah aus, wie ein kleiner Halbmond und leuchtete sogar wie ein kleiner Halbmond. „So einen Stein habe ich hier noch nie gesehen“, stellte Jakka erstaunt fest. „Ob den wohl jemand verloren hat? Komm wir fragen mal Eumel!“ Und sie rannten so schnell sie konnten den Berg hinunter, zu Eumel.

 

Seite 8
Eumel war ein außergewöhnlicher Waschbär. Außergewöhnlich, weil er auf fast alles eine Antwort wusste. Er wohnte in einem Baumhäuschen, unten am Fuße des Berges. „Eumel, Eumel!“ riefen Marie und Jakka. „Schau nur, was wir gefunden haben!“ „Oh, oha“, sagte Eumel nachdenklich, als er den sonderbaren Stein sah. „Oha“, sagte er noch einmal. Ist das nicht der leuchtende Mondstein vom Mondschwein?“ „Mondschwein?“ fragte Marie erstaunt. „Was ist denn ein Mondschwein?“ krächzte Jakka. Und Eumel erzählte: „Neulich sah ich im Wald, an meinem Fluss, ein eigenartiges Wesen. Es hatte einen Kopf und Ohren wie ein Schwein, ein Fell wie ein Schaf, Beine wie ein Elefant und dazu einen langen Mäuseschwanz. Ich habe es Mondschwein genannt, denn ich glaube, es ist vom Mond gefallen.“ „Komm Jakka“, sagte Marie, „wir wollen das Mondschwein suchen und ihm seinen Stein zurückgeben.“

 

Seite 10
Sie liefen zum Ententeich. Dort lebten auf einer Insel, der Frosch Felix und Martin, die Ente. Und weil Martin keine Entenhäuschen mochte, wohnte er mit dem Frosch in einem selbstgebauten Iglu aus Schilf. Martins Lieblingsbeschäftigung war das Flötenspiel. „Martin, Martin!“ riefen Marie und Jakka, „hast du das Mondschwein gesehen?“ Martin konnte nicht antworten und Felix auch nicht. Sie waren mit wichtigen Dingen beschäftigt. Martin übte auf seiner Flöte für das große Teichkonzert, zu dem Felix später quaken sollte und Felix jagte den dicken Fliegen nach. „Komm“, sagte Marie zu Jakka, „die lassen sich nicht stören – wir fragen anderswo.“

 

Seite 12
Unterwegs trafen sie Fiffi, die Feldmaus, die in einem großartigen, goldgelben Kornfeld lebte. „Sag’ mal, Fiffi, kennst du das Mondschwein?“ fragte Marie. Fiffi lachte laut und antwortete: „Was soll ich kennen? Ein Mondschwein? Was für ein Mondschwein? Hab’ ich ja noch nie gehört! Mondschwein. Ha, ha! Ihr spinnt wohl beide ein bisschen. Nein, kenn’ ich nicht, ich kenne nur mein Kornfeld und das reicht. Ich (brauche) kenn' keine Mondschweine. Und schon gar nicht in meinem Kornfeld.“

hier Bild einfügen Bild 12a

 

Seite 14
Und als sie so weitersuchten, begegneten sie dem kleinen Waldgnom Usebuse. „Was macht ihr denn hier unten im Wald?“ fragte Usebuse neugierig. „Wir suchen ein Tier, mit Kopf und Ohren vom Schwein, einem Fell wie ein Schaf, Beinen vom Elefanten und einem Schwanz, ja – einem Schwanz, wie von einer großen Maus.“ „Ja", sagte Usebuse nachdenklich, „ich glaube, dieses seltsame Tier sah ich zuletzt in der alten Bärenhöhle. Kommt mit, ich führe euch dorthin.“

 

Seite 16
Usebuse trat in die Höhle und brüllte sofort schallend nach dem Mondschwein. Drei Fledermäuse – erschreckt und in ihrem Schlaf gestört, flatterten aufgeregt aus der Höhle. „ Was brüllst du denn so, du Gnom?!“ kreischten die Fledermäuse empört. „Hier muss das Mondschwein sein“, stammelte Usebuse zaghaft. „Quatsch!“ riefen die Fledermäuse. „Völliger Quatsch, bist selbst so’ n Mondschwein! In unserer Höhle gibt es nur uns – und wir sind mehr als genug hier, und tschüss!“

 

Seite 18
Enttäuscht liefen Marie und Jakka weiter durch den Wald und suchten hinter jedem Baum und jedem Busch; aber nirgendwo war das Mondschwein.  

Seite 20
Müde, vom langen Laufen, setzten sie sich unter einen Baum und ruhten aus. Da raschelte, schmatzte und stampfte es plötzlich im Unterholz. Sie drehten sich verwundert um und sahen zu dem dicken Baum hinüber. „Was ist denn das?“ flüsterte Jakka ganz erstaunt. An beiden Seiten des dicken Baumstammes schaute etwas Ungewöhnliches hervor. – Es sah aus wie ein riesiger Wurm, mit großen runden Kulleraugen, der über dem Boden zu schweben schien und sich dabei noch kringelte. Ehe Jakka und Marie erraten konnten, was es war, schaute schon ein drollig lachendes Wesen hinter dem Baumstamm hervor und trapste im nächsten Moment freudestrahlend auf sie zu.  

 

Seite 22
„Du bist das Mondschwein!“ rief Jakka ganz aufgeregt. „So, bin ich das?“ entgegnete ihm das merkwürdige Wesen. „Ja, du siehst so aus, wie Eumel dich beschrieben hat“, antwortete Marie. „Ich kenne keinen Eumel. Wer soll das sein?“ „Eumel, unser Waschbär. Er sagte, du seist vom Mond gefallen.“ „Bist du wirklich vom Mond gefallen? Oder woher kommst du?“ fragte Jakka. Das Mondschwein kicherte laut, kullerte dabei mit beiden Augen hin und her und her und hin und sagte: „Seit wann fallen denn Tiere vom Mond? Völliger Unsinn! Nein, ich bin ein verzauberter Zauberer. Ich kann mich mit Hilfe meines kleinen Mondsteins (, den ihr für mich wieder gefunden habt,) verzaubern; aber ich habe ihn leider verloren." "Hier ist er!!! Ist er das?" rief Jakka aufgeregt. "Wir haben ihn bei uns zu Hause auf dem Berg gefunden, und Eumel unser schlauer Waschbär meinte, er könne nur dem Mondschwein gehören", rief Marie lauthals dazwischen. (Wenn du wüßtest, wo...)

("Danke ihr Lieben. Aufgepasst! Ich werde es euch jetzt zeigen, wie das geht.") Das Mondschwein packte den Mondstein und sprach: „Hokuspokus krixlikraxli – ich bin der Zauberer Mixli Maxli.“ Da gab es einen mächtigen Knall -

 

Seite 24
- und vor Marie und Jakka stand ein richtiger, großer Zauberer. „Aufgepasst!“ rief der Zauberer Mixli Maxli und sprach: „Hokuspokus stumpfer Besen, was bin ich jetzt für’n Wesen?“ Und wieder gab es einen mächtigen Knall – der noch lauter war, als der erste ( Knall). Der Zauberer verschwand –

Seite 26
- und vor Marie und Jakka stand…  nein, was war denn das für ein Tier? Es hatte den Kopf eines Elefanten, Körper und Beine einer Ente und den Schwanz einer Maus. Hallo Kinder, wisst ihr, welches Tier das ist? Marie wusste es gleich. Marie überlegte kurz und schrie: „Eine Elefantenentenmaus!“ Die Elefantenentenmaus watschelte hin und her und trompetete lautstark: „Hokuspokus widiwetz – was bin ich jetzt?“

 

Seite 28
Ja, was ist denn das? – „Ich weiß es!“ rief Jakka lachend, „ich weiß es! Das ist ein Kuhkänguru!“ Das Kuhkänguru hüpfte auf und ab, Marie hüpfte aufgeregt mit und schrie: „Ich hab’ eine tolle Idee! Verzaubere dich doch mal in ein fliegendes Giraffenentenzebra!“ Bevor es den großen Zauberknall gab, muhte das Kuhkänguru: „Hokuspokus zingzangzong – jetzt bin ich ein…  

 

Seite 30
.  .  .  G i r a f f e n e n t e n z e b r a b a l l o n !“
Jakka schlug vor Begeisterung mehrere Purzelbäume und kreischte: „Komm Marie, komm lass uns einsteigen, wir fliegen zum Meer und gucken, ob es dort wirklich runde Steine gibt!“
Und so schwebten sie mit ihrem blauen G i r a f f e n e n t e n z e b r a b a l l o n in den Himmel, auf dem Weg zum Meer. Sie waren überglücklich, denn sie liebten nicht nur ihre selbst gesammelten Steine, sondern noch mehr runde Steine. Denn runde Steine gab es bei Marie und Jakka nicht. Ja, die fehlten noch in ihrer Steinsammlung. 

 

 

Seite 32
Bild – Vogelperspektive – Ballon und Meer

 

Seite 34 Rückseite-Leerseite

 

Seite 35 Titelseite
2.Geschichte Anna Apfelkern

 

Seite 36
Mitten in einer großen Stadt lag ein kleines Waldstück. Es war das letzte Waldstück in dieser Stadt, das noch nicht den Straßen und Häusern weichen musste. Hier im Wald konnten die Menschen spazieren gehen, Blumen sehen und Tiere beobachten und sich erholen. Aber nicht nur die Menschen liebten ihr kleines Waldstück, sondern auch die vielen Tiere, die hier lebten.

Hier kleines Bild einfügen

Seite 38
Es war ein schöner grüner Wald mit Tannenbäumen, Buchen, Eichen und Büschen. Hier roch es nach Blumen, Pilzen und frischem Gras. Die Sonne schimmerte durch die Blätter der Bäume. Die Vögel zwitscherten, und ein leises Summen von Bienen und Käfer war über der Waldwiese zu hören.

Hier kleines Bild einfügen

 

Seite 40
Dieser Waldfrieden wurde eines Tages gestört, als zwei Männer aus der Stadt auf der Waldlichtung erschienen. Sie hatten Messlatten, Papierblöcke und Bleistifte in ihren Händen. Ein Mann stach eine Messlatte in den weichen Waldboden. Der andere schaute von weitem durch eine art Fernglas. Das ist ein Nivelliergerät . Er schaute zur Messlatte und schrieb etwas auf.
Hier kleines Bild einfügen
Alle standen fragend herum und schauten zu, wie die Messlatte einmal da und einmal dort in den Boden gesteckt wurde.
       

Seite 42
Alle Tiere und Insekten, sahen verwundert zu und fragten: „Was machen denn die Leute dort?“ Der Wurm kroch zu der Schnecke Doppelhaus und fragte: „Sag’ mal Doppelhäuschen, was machen die Männer da?“ „Ich weiß es nicht“, antwortete die Schnecke. Der Vogel Specht fragte den Käfer, der unter der Borke des Baumstammes hervorlugte:“ Sag’ mal Käfer, was machen die Männer hier unter unserem Baum?“ „Was heißt hier unser Baum?“ schrie der Käfer empört. „ Das ist mein Baum – verschwinde hier, bevor du mich mit deinem Schnabel tothackst.“ Jammy der Igel fragte verblüfft die Ente Martin. Martin wusste auch keine Antwort. Er ärgerte sich nur über fremde Leute, die seine Blumen zertrampelten, die er doch gerade pflücken wollte. Und Willi das große Wildschwein und Emil das kleine Wildschwein, standen mit offenem Maul nur sprachlos da.

 

Seite 44
Schon nach einigen Tagen dröhnten und polterten Baumaschinen durch den Wald. Wo vor kurzem noch die beiden Männer gemessen hatten, fuhren jetzt mehrere Bagger und schoben Erdmassen vor sich her. Viele Bäume wurden gefällt, auf Lastwagen geladen und abgefahren. Die Baumaschinen und Lastwagen verschwanden wieder, nachdem quer durch das Waldstück ein Graben, eine breite Schneise ausgehoben war. Jetzt wurde es wieder still im Wald.

Seite 46
Am nächsten Morgen ertönten andere Geräusche im Wald. Viele, viele Kinder schoben sich durch das kleine Wäldchen und machten erst an der Schneise halt. Sie trugen Schilder, Tafeln und bunte Fähnchen und ihre Gesichter waren lustig angemalt. 

Seite 48
Dann versammelten sich alle Kinder unter zwei alten Eichen. Ein kleiner dicker Junge mit roter Nase fing an zu erzählen. Er sagte, er liebe das Wäldchen genauso, wie die Tiere, die hier lebten. Denn hier konnte er immer ungestört den Specht beim Bau seiner Höhle beobachten, zuschauen, wie Franz der Mistkäfer seine Kugeln mühsam bergan rollte. Und er sah auch, wie die fleißigen Ameisen ihren riesigen Ameisenhaufen auftürmen.
Bald wurde sein Gesicht puterrot wie seine Nase, und dann fluchte er böse aus vollem Hals: „Ich will keine Straße, eine Straße will ich nicht - will ich nicht in meinem Wald, nicht jetzt und auch nicht bald!“
Auf einmal brüllten alle Kinder im Chor, dass es nur so durch den Wald dröhnte: „Wir wollen keine Straße, eine Straße woll’n wir nicht, woll’n wir nicht in unserm Wald, nicht jetzt und auch nicht bald!!“

 

Seite 50
Siehe Text seite 55
Das brüllten alle mindestens 20 Mal. Dann verstummten sie wieder und machten sich auf den Heimweg. Als die Kinder verschwunden waren, sagte der Jammy der Igel böse:“ „Wenn ….usw. Tiere beschweren sich….usw.

 

Seite 52
Da summte es plötzlich ganz leise von fern her in der Luft. Das Summen kam näher und näher. Es wurde lauter und lauter. Jetzt war es direkt über den Baumwipfeln zu hören. Es klang wie ein klitzekleines Flugzeug. Alle Tiere schauten neugierig in den Himmel. Aber sie sahen nichts.

 

Seite 54
„Ich glaub’, ich kann was sehen!“ grunzte plötzlich Willi Wildschwein.
„Ich kann nichts sehen“, schnorchelte Emil das kleine Wildschwein. Nun war aber etwas zu sehen: es war kein kleines  Flugzeug, sondern eine riesige Libelle, welche zwischen den Baumkronen hin und her flog.
Die Libelle kreiste noch ein paar Mal zwischen den Bäumen und zischte plötzlich, wie ein abgeschossener Pfeil, schräg zwischen den uralten Baumstämmen, zur Waldwiese hinunter – da wo sie alle standen.

 

Seite 56
„Auf der Libelle sitzt ja jemand!“ schrie Jammy der Igel aufgeregt. Er hatte recht. Es saß tatsächlich ein klitzekleiner Mensch auf dem Rücken der Libelle.

 

Seite 58
Der winzige Mensch landete nun auf der Waldwiese. Munter hüpfte er vom Rücken der Libelle hinunter und eilte mit kleinen Schritten über die Waldlichtung. „Wer bist denn du?“ fragten alle Tiere erstaunt. Der winzige Mensch guckte lachend um sich und sagte mit piepsiger Stimme: „Ich bin Anna Apfelkern.“
„Das ist aber ein schöner Name“, quakte der kleine Emil. „Wo kommst du denn her?“ fragte die Eule. „Weit, weit weg von hier - aus Apfeläppelland.
„Kennen wir nicht!“ „Ihr schaut alle etwas traurig aus“, sagte Anna. „ Was ist denn los mit euch?“ „Hier , wo jetzt der breite Graben ist, soll quer durch das schöne Waldstück dieser Stadt, eine große Straße gebaut werden.“ „Das ist unser Wald, das wollen wir nicht!“ riefen alle ärgerlich.text siehe seite 55

der igel sagte böse: "Wenn hier eine straße ist, kann ich ja vor autolärm die vögel nicht mehr singen hören." "Und

„Ja, ich kann euch gut verstehen. In Apfeläppelland gibt es weder Straßen noch Autos, noch Straßenlärm und Gestank. Da gibt es nur Äpfel, Äpfel, Äpfel soweit das Auge schauen kann.“

Seite 60
 Und in Apfeläppelland, da gibt es auch Apfelmus, Apfelmarmelade, Apfelschnecken, Apfelsterne, Apfelkompott, Bratäpfel…mmh lecker.“ „Das gibt es bei uns auch alles“,  riefen alle Tiere. „Aber bei mir gibt es die verschiedensten Apfelsorten“, piepste Anna Apfelkern.
„Bei uns auch!“ rief Fiffi und nannte sie alle stolz beim Namen: Rubinette, Jonagold Gloster, Golden Delicious ,Gala, Elstar, Cox Orange, Braeburn, Roter Boskoop, Gravensteiner und den ewig sauren …. usw.

 

Seite 62
„In Apfeläppelland haben die Äpfel nicht nur Namen, nein,  jeder Apfel kann auch was“, sagte Anna. „Da gibt es den Wanderapfel, den Turmapfel, den Fahrradapfel, den Blumenapfel, den Steinapfel, den Glasapfel, den Ballonapfel, den Hosenknopfapfel, den Fliegeapfel, den Gummiapfel, ……..usw.
Der Ballonapfel fällt schwebend zu Boden, , der Gummiapfel hüpft vom Baum, und wenn man ihn nicht zu fassen kriegt, hüpft er wie ein Gummiball von dannen, der Glasapfel ist zerbrechlich wie Kristallglas, der Wanderapfel dagegen läuft einem schnell weg, wenn man reinbeißen will, und der Hosenknopfapfel ist eine Nervensäge, er knöpft den ganzen Tag an sich ‚rum, der Blumenapfel duftet immer gut, der Steinapfel kann gefährlich werden, wenn er vom Baum fällt, er ist hart wie Stein…usw.

 

Seite 64
"Ja, und dann gibt es noch den ganz besonderen Apfel: den Flitzerhastenichtgesehenapfel. Er ist nicht nur der dickste und roteste Apfel, er ist auch noch der schnellste von allen Äpfeln in Apfeläppelland. Will man den Flitzerhastenichtgesehenapfel pflücken, kann er abzischen, wie ne’ Rakete – und weg ist er. Aber nur, wenn er jemanden nicht mag! Und der Baum von diesem Apfel, oh ja, der Baum wächst so schnell, wie eine Schnecke kriechen kann." „Und das ist ganz schön schnell“, sagte die Schnecke Doppelhäuschen ganz stolz. Alle kicherten laut los. „Ja, das stimmt!“ rief Anna. „Wenn ein Baum so schnell wächst, wie Schnecke Doppelhäuschen kriechen kann – das ist schon sehr sehr schnell!“
- Und da kam der Anna plötzlich eine großartige Idee: ….usw.
Ja, eine überragende Idee…usw.

Usw. http://www.derapfel.de/sortenkunde/index.htm

 

Seite 66 Text aus  56

Seite 68
Text aus 58

Seite 70
Text aus 60

Seite 72
Text aus 62

Seite 73
Letztes Bild - Apfelbäume

Seite 74 – Über den Autor

Seite 75 – weitere Kinderbücher - Vorstellung

Seite 76 – Leerseite/Rückseite

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

               

 

 

 

 

 

      

 

                                                                                                                            

[Home] [Musik] [Malerei] [Vernisage] [Biografie] [Bilder] [Zeichnungen] [Kinderbücher] [Kontakt]